Freitag, 7. Dezember 2007

7.12 – Albtraum in Weiß


Ich wusste schon warum ich heute Morgen beim Aufstehen ein ungutes Gefühl hatte. Und als wir dann Richtung Ditzingen gefahren sind, war es traurige Gewissheit. Wir fahren zum Kinderarzt.

Ich meine, der Typ sieht ja ganz passabel aus und immerhin ist er Arzt. Aber warum zum Geier muss er mich immer mit diesem spitzen Ding in die Oberschenkel pieksen.

Oh man, das tat wieder weh. Gut dass Papa mit war, der hat mich dann gleich getröstet.

Als ich mich wieder so einigermaßen beruhigt hatte, haben mich Mama und Papa noch mal heimlich auf die Waage gelegt (Der DOK war schon beim nächsten Patienten). Wenn Papa nicht den Durchblick verloren hat, wiege ich jetzt 6800g.

Nach diesen Anstrengungen habe ich den restlichen Tag recht gut geschlafen, sogar abends war ich nicht motiviert, Mama und Papa wach zu halten. Aber das wird mir nicht noch einmal passieren…

Donnerstag, 6. Dezember 2007

6.12 – Mein erstes Date

Nikolaus war heute Nebensache, denn zum ersten Mal in meinem jungen Leben habe ich Männerbesuch bekommen.

Ich kann Euch sagen…so aufgeregt war ich noch nie. Gut dass Mama und Papa vormittags einen Ausflug mit mir gemacht haben. Wir waren auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt…das hat mich schön abgelenkt.

15Uhr war es dann endlich soweit – Nick hat geklingelt. Anfangs war er ganz Gentleman-like total zurückhaltend. Tisisis, da musste ich kurzer Hand die Initiative ergreifen.







Also ich muss schon sagen…der Kleine ist ganz nach meinem Geschmack. Er ist zwar etwas jünger als ich, aber sooo süß. Gegen 17Uhr hat ihn dann die Mama wieder abgeholt. Schade eigentlich, jetzt habe ich ganz vergessen zu fragen, wann wir uns wieder sehen. Da ist es von Vorteil, dass er nur ein Haus weiterwohnt…!!!

Samstag, 1. Dezember 2007

2.12 – Wichteln

Wisst ihr eigentlich dass der Weihnachtsmann in Stuttgart wohnt? Und hingegen anders lautenden Gerüchten ist der gar nicht dick…und er hat auch keinen weißen Bart.

Woher ich das weiß? Ich war doch heute mit Mama und Papa beim Wichteln und da kam der Weihnachtsmann mit Geschenken vorbei. Und da ich ja immer(!?) lieb bin, habe ich auch eine Kleinigkeit bekommen. Aber warum zum Geier sollte ich in der Wohnung die Mütze aufsetzen…meinen Protest gegen diese Foltermethoden habe ich verbal zum Ausdruck gebracht.
















Nach der Bescherung haben die Großen sich dann die Bäuche vollgeschlagen. Ivonne hatte einen leckeren Weihnachtsbraten gekocht…

Leider sind wir wieder mal viel zu zeitig nach Hause gefahren. Dabei hatte ich mich gerade mit den Fischen von Christian angefreundet…

Und auf der Rückfahrt hat mich die Mama die ganze Zeit vollgetextet, so dass ich nicht schlafen konnte. Verstehe das wer will…ich glaube dass hat sie gemacht, damit ich abends im Bettchen besser einschlafe…aber nicht mit mir…

1.12 – Mein erster Weihnachtsmarktbesuch

Mich hat es schon gewundert, warum wir bei diesem Mistwetter noch mal raus mussten. Jedes normale Baby bleibt da in den trockenen 4 Wänden. Aber nö, ich nicht. Und dann sind wir auch noch soooooo ewig gelaufen…

Doch im Nachhinein betrachtet muss ich sagen, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Wir sind nach Leonberg auf den Weihnachtsmarkt gelaufen. Im Prinzip ists mir ja egal, was genau das ist. Aber dass grobe Pflaster dort ist echt der Oberhammer. So gut wie hier habe ich schon lange nicht mehr geschlafen.

Ich glaube Mama und Papa hats auch gefallen. Die haben die ganze Zeit nur irgendwelche ungesunden Sachen gegessen oder getrunken.

Abends hat mir Mama dann gesagt, dass auch Evi, Sophie und der Seppl da waren. Hm, ich konnte es kaum glauben. Habe ich doch tatsächlich meinen alten Schreikumpel Sophie verschlafen.

Vorsorglich wollte ich dann abends nicht mehr schlafen. Nicht dass ich Sophie noch mal verpasse…

Sonntag, 25. November 2007

24 bis 25.11 – Besuch von Oma Ulla und Opa Bernd

Eine Oma und ein Opa kommen selten allein. Und so war mir doch schon klar, dass auch Oma Ulla und Opa Bernd nach dem Besuch der Schiebocker bald auf einen Abstecher vorbei schauen würden.

Samstag Mittag war es dann soweit. Doch zu meinem Erstaunen sind Oma und Opa nach einem kurzen Intensivknuddeln wieder gefahren. Zuerst wollte ich Papa fragen was los ist. Aber der sah ja - wie schon die letzten Tage - aus wie eine Kalkwand … und hat die ganze Zeit im Bad verbracht … komisch. Und die Geräusche die aus dem Bad kamen, hörten sich nicht sehr appetitlich an. Also habe ich Mama gefragt. Und da hat sie mir erklärt, das Oma und Opa zum Musical gefahren sind und abends wieder kommen. Na da war ich ja beruhigt.

Aber langweilig ist mir auch so nicht geworden. Zwischenzeitlich waren Sebastian und Gulli angekommen. Die beiden scheinen auch krank zu sein. Sie haben nämlich gesagt, dass sie bei Ärzten in Freiburg waren. Ohje, das sind doch die mit dem Blutdoping…!?!?

Auf jeden Fall sind die beiden nach einem kurzen Zwischenstopp auch wieder aufgebrochen…doch Gott sei Dank sind postwendend Oma und Opa wieder aufgetaucht. Da konnte ich den beiden endlich in Ruhe zeigen, was ich schon alles kann.


Nur als ich schlafen gehen sollte, …, das fand ich nicht so witzig.Aber am nächsten Morgen war alles schon wieder vergessen und Oma hat mir erklärt, was ein Stollen ist. Allerdings habe ich eine Verkostung dankend abgelehnt…was die Erwachsenen so alles in sich reinstopfen.


Leider sind Oma und Opa schon viel zu zeitig wieder nach Hause gefahren. So konnte ich abends nur Mama und Papa zeigen, wie laut ich schreien kann…

Dienstag, 20. November 2007

20.11 – laut … lauter … Jasmin


Mama und Papa sagen manchmal zu mir, dass ich ein Schreibaby bin. Hmm, damit könnten sie sogar Recht haben. Aber was soll ich auch machen, irgendwie gelingt es mir noch nicht zu sprechen.

Na auf jeden Fall hatte ich es bisher ganz gut drauf, konstant laut zu schreien, entsprechend rot anzulaufen und dabei fast vergessen zu atmen.

Durch langes Training ist es mit jetzt gelungen punktuell die Lautstärke und die Intensität meiner Rufe dermaßen anzuheben, dass man mich nur noch mit Ohrschützern von nahen betrachten kann.

Als mir dieses Kunststück das erste Mal gelungen ist, hat man von Papa nur noch einen Kondensstreifen gesehen…so schnell war er bei mir.

Mittlerweile haben sich Mama und Papa aber auch an meine Ausbrüche gewöhnt,..., verdammt, da muss ich mir schon wieder was Neues einfallen lassen.

Montag, 19. November 2007

19.11 – Es lebe der Sport


Ich kann Euch sagen. Die letzten Tage waren so aufregend für mich. So langsam kapiere ich, was man mit seinem Körper so alles anfangen kann.

Hier mal die Highlights:

Im früheren Leben war ich scheinbar ein Vogel. Entsprechend wild flattere ich immer mit meinen Händen,…, allerdings bin ich bisher noch nicht abgehoben. Naja, auf jeden Fall habe ich jetzt rausbekommen, dass man mit der einen Hand auch die andere Hand anfassen kann. Das ist vielleicht cool. So kann ich endlich selbst checken, ob noch beide Hände da sind. Einen Nachteil hat die Geschichte aber. Ich schaffe es einfach nicht, beide Hände gleichzeitig in den Mund zunehmen. Das wiederum klappt aber mit einer Hand ganz vorzüglich und ist sooo lecker.

Die anderen Entdeckungen setze ich bisher eher wenig und gezielt ein. Ich kann mich nämlich jetzt schon fortbewegen. Und nicht dass das Mama und Papa als Anlass nehmen und mich nicht mehr tragen…hier ist also vorsichtige Zurückhaltung angesagt.

Aber im Detail: Beim Wickeln bin ich ja der wildeste Strampler überhaupt. Und da habe ich jetzt – auch eher zufällig – festgestellt, wenn ich meine Füße anziehe und auf den Boden aufsetze und dann strample…bewege ich mich doch tatsächlich nach hinten. Das macht einen riesen Spaß, ist aber total anstrengend. Es reicht aber aus, um die gesamte Wickelauflage an allen Seiten auszukundschaften. Leider klappt das bisher nur, wenn ich nackig bin. Da habe ich mit meinen Füßen den besten Grip.

Und dann wäre da noch meine erste Rolle zu erwähnen. Auch hier kann ich nicht genau sagen, wie es passiert ist. Mama hatte mich bim Wickeln auf den Bauch gelegt (das macht mir immer einen mega Spaß, da sieht man nämlich so viel). Und irgendwie habe ich Hände und Füße von einer Seite gleichzeitig gehoben den Kopf in die andere Richtung geneigt und plötzlich gab es kein halten mehr. Auf einmal lag ich auf dem Rücken.

Ab jetzt müssen Mama und Papa also noch mehr aufpassen. Denn die Grenzen der Wickelauflage sind für mich in greifbarer Nähe…