Sonntag, 30. September 2007

30.09 – Das Erntedankfest

Heute habe ich nun endlich Janett und Rico kennen gelernt. Über die beiden habe ich schon so viel gehört und jetzt habe ich sie nun auch mal live und in Farbe erlebt. Sind wirklich super nett die Beiden.

Aber irgendwie schien Rico, der Draufgänger, am Abend zuvor ein schlechtes Bier erwischt zu haben. Er sah noch ganz blass aus…

Aber da braucht sich Rico keine Sorgen machen, dass passiert Papa auch manchmal. Vielleicht solltet ihr Euch mal bei den Brauereien für die schlechte Qualität beschweren.

An dieser Stelle auch noch mal ein dickes Dankeschön an die Mädels und ihre Männer für das tolle Geschenk. Die Sachen haben mir super gut gefallen. Ich werde die erste Anprobe von Papa fotoknipsen lassen…wenn ich dann mal in die Sachen passe…

Nach viel Kuschelei mit Rico und Janett (das können die beiden echt super…) und einer Besichtigungstour in Sebastian seiner neuen Wohnung haben wir uns auch schon auf das absolute Wochenhighlight vorbereitet – Erntedankfest in Grodrebnitz. Besonders Opa Bernd war schon den ganzen Tag super dolle aufgeregt. Er spielt ja im Traditionsspielmannszug von Großdrebnitz und der hatte beim Feschtle einen großen Auftritt. Das muss man sich mal vorstellen – Millionen von begeisterten Zuschauern, kreischende Teenies und Schlüpfer, die durch die Reihen fliegen – das ist echt der helle Wahnsinn. Da darf man auch mal aufgeregt sein.

Bernd als „Aktiver“ ist zusammen mit der Oma natürlich ein paar Minuten vor uns los. Ich bin dann mit Mama und Papa zusammen etwas später Richtung Kirche, wo der Start des Umzuges war. Unterwegs haben wir uns noch Petra und Jana angeschlossen. Die haben nämlich auch auf den Umzug gewartet…

Viel zu spät kamen die Massen dann aus der Kirche, was gleichzeitig den Start des Umzuges bedeutete. Aber egal, wir haben uns mit den anderen Babys ganz gut unterhalten. In Großdrebnitz gibt es ja eine unglaubliche Geburtenrate…da gibt’s genug Altersgenossen.

Aber nun gings endlich los. Angeführt vom Spielmannszug und der Erntekrone kam der Umzug ins Rollen.

Nachdem sich die Menge bis zum Festplatz vorgekämpft hat, haben der Spielmannszug und danach der Männerchor noch ein paar Lieder angestimmt. Das war herrlich, und so schön laut.

Als der Männerchor eine kleine Pause gemacht hat, habe ich mich gleich mal lautstark beschwert. Aber da es sofort weiterging, konnte ich auch gleich wieder beruhigt einschlafen.

Mama und Papa haben sich dann noch lecker Kuchen geholt, den übrigens die Oma verkauft hat.

Später sind dann auch noch Onkel Tobias mit seiner Freundin vorbeigekommen. Und weil bei den Millionen von Gästen keine vernünftige Konversation zustande kommt, haben wir uns dann mit den beiden nach Hause verdrückt.

Zum späten Nachmittag kam dann noch mehr Besuch. Friedrun und Günter sind extra aus Dresden gekommen um zum einen die historische Ausstellung von Großdrebnitz und zum anderen um mich zu sehen.

Leider war meine Laune dann nicht mehr ganz so gut.

Irgendwie habe ich den Männerchor vermisst und das fand ich so traurig, dass ich losheulen musste.

Und hier kam dann Onkel Sebastian zum Zug. Er führt ja immer was im Schilde und so war ich entsprechend skeptisch. Und dann fängt der Kerl mit so einem rot-blau-weißen runden Teil immer wieder vor mir an zu rasseln. Hm, anfangs fand ich das sehr uncool, aber nach einer Weile hat mir das bunte Teil echt super gefallen. Ich glaube dass hat der Sebastian gemerkt und so hat er mir das Ding auch mal in die Hand gedrückt. Und was macht man mit einer Rassel…richtig, rasseln. Also habe ich den Krachmacher mit vollen Kräften Hin und Her geschleudert. Das war ein riesen Gaudi…bis es mich gelangweilt hat!

Und so ging ein langer Tag zu Ende und für Mama und Papa begann eine noch viel längere Nacht…

Samstag, 29. September 2007

29.09 – Besuche, Besuche, Besuche

Na heute ist ja ein trostloser Tag, zumindest was das Wetter betrifft. Nur Regen und graue Wolken am Himmel, na hoffentlich wirkt sich das mal nicht auf mein Gemüt.

Ansonsten ging heute echt die Post ab.

Vormittags haben wir Onkel Ulf, Tante Petra, Jana und Matthias besucht. Das war echt super, allerdings hat mich das triste Wetter ein bisschen schläfrig gemacht, so dass die Vier gar nicht sooo viel von mir hatten. Naja, im Unterbewusstsein habe ich zumindest mitbekommen, dass sich die Großen sehr angeregt unterhalten haben.

Nach einer kurzen Mittagspause bei Oma Ulla gings dann direkt weiter zu Rainer und Silvia. Eigentlich wollten wir ja nur mal kurz vorbeischaun, aber schon als ich den reichlich gedeckten Kaffeetisch gesehen habe, wusste ich, dass es etwas länger dauern würde. Das war gut für mich, denn neben Rainer und Silvia sind dann auch noch Madlen, Yvonne, Brunhilde und Gotthard vorbeigekommen. Und Alle hatten super geniale Geschenke für mich. Dafür möchte ich mich noch mal bedanken.

Momentan ist die Mobile mein absoluter Favorit. Ich halte täglich ein Schwätzchen mit den kleinen Entchen. Aber auch hier bin ich noch nicht dahinter gestiegen, in welcher Sprache die kleinen Nagnags antworten. Ich bleibe auf jeden Fall dran…

Ein weiterer Vorteil der vielen Gäste … alle waren knuddelwillig. Was soll ich sagen, ich habe mich nicht dagegen gewehrt und habe es einfach passieren lassen.

Nachdem wir abends zurück zu Oma und Opa sind, war ich allerdings a bissl unruhig. Und hier hat mir Oma mit ganz viel Geduld das huddeln beigebracht. (Info: ein Huddel ist bei uns im Sprachgebrauch das Gleiche wie ein Schnuller…)

Papa hat in den folgenden Tagen und vor allem auch zu Hause immer weiter mit mir geübt und mittlerweile kann ich das ganz gut.

Die Huddel-Kritiker werden jetzt bestimmt sagen, warum haben die denn dem Kind mit so viel Mühe das Huddeln beigebracht. Ganz einfach, damit lasse ich mich prima beruhigen. Papa schaffts mittlerweile sogar mich damit von den bösen Blähungen abzulenken.

Also mir gefällts und wenn das kein Grund ist zu huddeln, dann weiß ich auch nicht.

Freitag, 28. September 2007

28.09 – Gumbi

Das Highlight des heutigen Tages war ganz ohne Zweifel Gumbi. Ich kann Euch sagen, das Mädel kann schnattern.

Aber auch sie ist ne ganz Nette. Als Zeichen meiner Sympathie habe ich ihr gleich mal ein wenig auf den Pullover gesabbert. Aber sie hats mit Humor genommen…so was gefällt mir.

Später haben wir dann zusammen mit Oma und Opa n Käffchen getrunken.

Aber, Gumbi ist sehr viel beschäftigt und schon nach kurzer Zeit weitergezogen…schade eigentlich, denn bei ihr habe ich mich auch sehr wohl gefühlt.

Donnerstag, 27. September 2007

27.09 – Ein bisschen Schlaf muss sein…

Gut ausgeschlafen war ich heute bereit für Sally. Papa hat mich morgens dem Hundchen vorgestellt, damit es mich auch wirklich kennt und nicht mal ausversehen mit dem Frühstück verwechselt. Aber typisch Sally - sie hat mich kurz angeschaut und danach völlig ignoriert.

Bin ich denne so uninteressant?

Und als Krönung kamen dann nachmittags Ivonne und Heiko vorbei. Aber wer jetzt denkt, dass die beiden viel Zeit für mich hatten, der irrt gewaltig. Nach einem kurzen Kurzbesuch sind die beiden schnurstracks umgedreht und weitermaschiert, ganz ohne mich zu knuddeln. Skandal!! Aber ums vorwegzunehmen, die beiden habens später wieder gut gemacht. :-)

Nachdem die beiden wieder weg waren, haben sich Mama und ich erstmal unseren Schönheitsschlaf genehmigt. Was sein muss, muss sein…!!






Abends sind dann Ulla und Bernd ihrer Großelternrolle voll und ganz gerecht geworden und haben mich so richtig geknuddelt. Achja, das Leben kann so schön sein.



Mittwoch, 26. September 2007

26.09 – Der Umzug


Da gewöhnt man sich so gerade an eine neue Umgebung, fühlt sich wohl, kennt die Abläufe und ahnt dabei nichts Böses - man genießt einfach nur. Und dann wird einem so ganz nebenbei erzählt, dass wir umziehen. Ich hatte es mir ja schon beinahe gedacht. In unserem Zimmer sah es außergewöhnlich aufgeräumt aus - völlig untypisch.

Nun ja, ich war sehr skeptisch, wo es denn nun schon wieder hingeht. Nach einem kurzen Plausch mit Mama war ich dann aber beruhigt. Wir ziehen also mit Sack und Pack zu Oma Ulla und Opa Bernd.

Schließlich wollen die beiden auch noch was von mir haben. Schweren Herzen habe ich mich von den Schiebockern verabschiedet. Das war zwar traurig, aber ich habe mich auch schon auf die neuen Abenteuer gefreut, die in Großdrebnitz auf mich warten.

Die Fahrt nach Großdrebnitz habe ich dann nicht bei vollem Bewusstsein mitbekommen. So eine huckelige Strasse habe ich ja überhaupt noch nicht gesehen. Ich konnte nichts tun, bei dem Hin und Her sind meine Augen einfach zugefallen. Als ich aufgewacht bin, wurde ich schon von Oma und Opa begrüßt und geknuddelt.

Das war zwar schön, aber vor dem Knuddeln kommt das Futtern, wonach ich auch ausdrucksstark verlangt habe.

Nachdem die Erwachsenen dann auch noch was gegessen hatten, haben wir einen riesigen Spaziergang durch Großdrebnitz gemacht. Und dieses Mal sogar – wie von den Omas vehement gefordert – mit Kissen als Zudecke. Ich glaube wir waren dann eine halbe Ewigkeit unterwegs. Auf dem Weg haben wir dann noch Nachbarn getroffen, deren großer Hund 13 kleine HundeBabys zu pflegen hatte. Mama Hund sah dabei ganz schön entspannt aus. Demnach dürfte ich ja für Mama und Papa keine große Herausforderung sein…

Von der vielen Luft bin ich echt müde geworden und ich habe abends gleich mal einen persönlichen Dauerschlafrekord aufgestellt. Ich glaube, das waren knapp 8 Stunden am Stück. Also wenn das nicht lang ist, weiß ich auch nicht mehr.

Und da ich nun gezeigt habe, dass ich das theoretisch kann, brauche ich es ja in Zukunft nicht mehr machen, oder… :-)... nicht dass Mama und Papa aussehen, als hätten sie Urlaub...

Dienstag, 25. September 2007

25.09 – Alles Gute zum Geburtstag, liebe Ur-Oma


Ich wundere mich ja über viele Sachen. In letzter Zeit hatte ich das Gefühl, dass das Zeug, welches sich auf Mamas und Papas Kopf befindet, recht unkontrolliert zunahm. Ich will mich ja nicht beschweren, aber a bissl Ordnung muss sein.

Mama und Papa haben das scheinbar ähnlich wie ich gesehen. Und so sind wir zum späten Vormittag zu einem Friseur gefahren. Der sollte nun die Haare – so heißt das Kraut da oben scheinbar - auf dem Kopf kürzen und richten.

Ich kann Euch sagen, für mich war der Friseur das Paradies auf Erden. So viele Föne, so große Föne, sooo laute Föne,…, der helle Wahnsinn. Also ich habe mich hier pudelwohl gefühlt und war natürlich auch die große Attraktion…

Papa war ja auch recht schnell fertig aber bei Mama hat’s doch eine Weile gedauert. Ob das bei Frauen üblich ist?

Naja, irgendwann war die Mama dann auch so weit und wir sind direkt
zur Ur-Oma gefahren. Die hatte nämlich Geburtstag.

Ich war ziemlich knülle und habe ganz gut geschlafen. Aber nachdem Oma Silvia und Opa Harald sowie Frank und Grit da waren, war’s auch für mich recht schwierig einzupennen. Ich frage mich, wie so wenige Leute so viel Krach machen können.

Witzig war, dass beim kleinsten Geräusch von mir gleich Heerscharen von Leuten ankamen um nach dem Rechten zu sehen. Und meistens wurde ich aus dem Bett gehievt und geknuddelt. Da konnte Papa schimpfen wie er wollte, mir konnte keiner widerstehen.

Irgendwann hatte ich aber das Gefühl, dass an meinem Rücken irgendetwas nass wurde. Dementsprechend habe ich Alarmstufe Rot signalisiert.

Mama und Papa haben auch bald das Problem gefunden. Scheinbar war die Windel meinen Entleerungen nicht gewachsen, so dass Dickes wie Dünnes Richtung Hals gequetscht wurde. Aber es war ja alles kein Problem. Mit vereinten Kräften wurde das Übel beseitigt.

Ich war so erleichtert, dass ich anschließend sofort tief und fest eingeschlafen bin. Das angekündigte Bad mussten wir einen Tag verschieben…

Montag, 24. September 2007

24.09 – Wilde Kreaturen


Auch wenn ich das schon mal festgestellt habe – auf dieser Welt muss es echt viele Menschen geben. Nach meinem täglichen Morgensport habe ich heute schon wieder drei Neue von Ihnen kennen gelernt. Da waren zum einen Tina und Jevi. Mit denen sind wir eine Weile durch das schöne Bischofswerda spaziert. Aber irgendwie hatten die beiden gar nicht so viel zu erzählen...ob die beiden schüchtern sind?

Nach einer kleinen Weile ist dann auch noch eine kleine Plaudertasche namens Gumbi dazu gestoßen. Kaum vereint sind wir in einen sog. Tierpark gegangen. Dort gab es vielleicht Komisches zusehen. Besonders gefallen haben mir die Bären. Die waren groß und langsam, so dass ich sie gut erkennen konnte. Papa hat allerdings irgendetwas an den Hinweistafeln zu meckern gehabt. Ich glaube da waren irgendwelche Beschriftungen falsch gewesen. Naja, wenn wir es nicht wieder vergessen, werden wir mal den Boss des Tierparks fragen. Den kennen wir schließlich ganz gut.

Genauso groß wie die Bären aber total blöde waren die Esel. Der Eine hat immer wie angestochen rumgeschrien, was mich dazu veranlasst hat, es ihm gleich zu tun.

Etwas Angst hat mir das Streichelgehege gemacht. Die Tiere sahen gar nicht so friedlich aus, nicht mal Jevi und Papa haben sich reingetraut. Naja, zumindest haben wir sie gefüttert. Dabei hatten wir schon alle Hände voll zu tun, nicht selbst als Tierfutter zu enden.

Leider endete der Tag weniger erfreulich. Auf dem Rückweg habe ich wieder ganz dolle Blähungen bekommen. Gott sei Dank ging es dieses mal nicht bis in die Nacht.

Weil sich Mama und Papa immer so dolle um mich kümmern, habe ich sie dann zum Abend noch mit meinem breitesten Grinsen belohnt und dass ganz bewusst und ohne zu Hilfenahme von Alkohol o.ä. . Alle haben gejubelt und sind wie wilde um mich rumgesprungen…

Dabei ist das doch ganz easy…

Ein kurzer Kritikpunkt zu diesem Großereignis: Sonst ist die Presse immer um mich rum, man kommt manchmal vor lauter Blitzlich gar nicht zum gerade aus schauen. Und wo waren die Möchtegern-Fotografen zu diesem Zeitpunkt…??? Tisisisis!!!